Liä Dsi: Und die Moral von der Geschicht … — nit möööglich!

Yang Dschu sprach: “Bequeme Wohnung, schöne Kleider, feine Speisen und schöne Frauen: Wer diese Dinge hat, was braucht der mehr zu begehren? Wer diese Dinge hat und dennoch mehr begehrt, der ist eine unersättliche Natur; eine unersättliche Natur aber ist wie eine Made im Haushalt der Welt. (Was man zum Beispiel) Pflichttreue nennt, ist keineswegs […]

über Liä Dsi: Und die Moral von der Geschicht … — nit möööglich!

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6 Gedanken zu „Liä Dsi: Und die Moral von der Geschicht … — nit möööglich!

      1. Nitya

        Ja, natürlich, Anarchie ist kein politische Programm, sondern eine Haltung. Ein politisches Programm gibt etwas vor, was nicht ist, und es suggeriert, dass Haltung machbar wäre. Wenn du mich jetzt fragen würdest, ob eine Haltung machbar ist, würde ich das verneinen.

        Als ich 6 war, war ich anscheinend ein Nazi. Jedenfalls fand ich einen Zettel von mir mit einer Zeichnung vom Adolf und der Aufschrift: „Der Führer spricht pfundig.“ Sprachlich entsprach das meinem Bemühen, schwäbisch zu lernen. Ansonsten hatte ich wohl zu tief in die Schulbücher meiner älteren Schwestern geguckt. Die anarchistische Haltung wurde mir bestimmt nicht beigebracht, sie wuchs mit den Jahren und begleitete mich schon seit meiner Jugend. Wenn mich jemand fragt: Ich habe keineAhnung, warum. Ich fand es einfach so vor.

  1. fredoo

    anarchie scheint mir auch weniger ein anspruch an äußere regularien zu sein , als vielmehr die akzeptanz derartiges regulierendes selber weder aufstellen noch gar erfüllen zu können , bzw. zu wollen .
    damit scheint mir anarchie nur eine andere vokabel für ein „sich bescheiden können“ zu sein … für ein wache (!) hingabe an den fluss der ereignisse … jedoch weder devot noch depressiv …. sondern in voller souveränität eigener begrenztheit … die ihre erweiterung ( rsp. befreiung ) dann wiederum im erkennen der natürlichen begrenztheit jeglicher kreatur findet … dies ist mir synonym für anarchie …

  2. monologe

    Erinnert mich an die Erzählung eines Mannes, der 5 Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen war (und auf die Russen nichts kommen lassen wollte). Ein Russe habe ihm gesagt, er sei in Deutschland gewesen, habe gesehen, wie die Deutschen gelebt haben: in für die meisten Russen unvorstellbarem Wohlstand. Russe fragte also unsern deutschen Soldaten, wenn er so ein Leben gahabt habe, was er in Russland wohl gesucht hat?

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