Gewinner und Verlierer im Alltag…

Letzte Woche, Samstagnacht, irgendwann zwischen Mitternacht und Morgendämmerung in einer Kneipe im Berliner Wedding: Die Stimmung ist ausgelassen, eine große Gruppe feiert einen Geburtstag, es wird viel getrunken und zu den 90-er Pop-Perlen aus der Jukebox getanzt. Einer aus der Gruppe geht an die Theke, bestellt noch ein paar Bier. Die drei jungen Männer, Mitte-Ende […]

über Verdammt, sind wir versnobbt! — Alice in Wonderland

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2 Gedanken zu „Gewinner und Verlierer im Alltag…

  1. almabu

    Im Berliner Nachbarbezirk „Maobit“ ging es vor schon vor vierzig Jahren fast genau so zu: Die Alten gegen die Jungen, die Alteingesessenen gegen die Neuankömmlinge, die Malocher gegen die Arbeitslosen, die Schlauen gegen die Doofen, „Reiche“ in dem Sinne gab es, zumindest sicht- und erkennbar eher nicht. Wir haben offenbar nichts dazu gelernt in einer Generation, die seither vergangen ist…

  2. Sven Meier

    Moin.
    Ein sehr guter und tiefsinniger Beitrag.
    „Was muss aber geschehen, damit die sozialen Gräben nicht tiefer werden? Ich weiß es nicht.“ – Ich weiß es auch nicht. Aber ich erlaube mir mit einer Gegenfrage zu antworten:
    Hat es die sozialen Gräben nicht schon immer gegeben? Schon immer mehr oder weniger tief?
    Ich frage deshalb so, weil m. E. die „sozialen Gräben“ nur die Symptome schon immer dagewesener soziologischer Ursachen sind. Das macht es heute zwar nicht besser, aber vllt. erklärlicher. Franz-Josef Degenhardt hat das „damals“ in seinem Lied „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ für mich treffend besungen. Das Lied kritisiert den Karrierismus und die Diskriminierung von Arbeiterkindern.
    Aber das ist für mich auch nur die eine Seite. Die andere ist die – bleiben wir beim Wohnraum – dass es die begründete Angst vor Verdrängung gibt. Das war hier in SH nach 45 so, als sich durch die Flüchtlinge die Einwohnerzahl fast verdoppelt hat und das ist heute vielerorts wieder so. Damit meine ich nicht die paar Wohnungen, die von den Kommunen für die aktuellen Flüchtlinge angemietet worden sind, sondern die Vielzahl an Ferienwohnungen in den küstennahen Orten. Bei wochenweiser Vermietung an Urlaubsgäste ist die Rendite eben eine höhere als bei Dauervermietung. Entsprechend passen sich die Mieten für die wenigen dauerhaft vermieteten Wohnungen an. Das führt dazu, dass die hier arbeitenden Menschen ins Landesinnere ziehen müssen um bezahlbaren Wohnraum zu haben, anderseits dann aber lange Wege zur Arbeit haben. Dem könnte die Politik durch den Bau von sog. „Sozialwohnungen“ schon entgegenwirken.
    Mit diesen meinen Gedanken grüße ich von der Ostsee aus Scharbeutz.

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