Nicht nur eine Steuer, die die Multikonzerne auch bezahlen, muss bei der Planung einer neuen Politik eine zentrale Rolle spielen. Der Beitrag Staat und Steuer erschien zuerst auf Neue Debatte.

über Staat und Steuer — Neue Debatte

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5 Gedanken zu „Staat und Steuer — Neue Debatte

  1. alphachamber

    Im Falle unsere Kommentare noch willkommen sind:
    Solange der Staat seine Lieblingsprojekte noch locker finanzieren kann, ist diese Eifersucht auf die Grosskonzerne redundant. Wenn die „Amazons“ anfingen volle Steuern zu zahlen, wo, denken Sie, würde dieses Geld landen?…Genau! Unsere Senioren werden weiterhin ihre kümmerliche Rente versteuern müssen, ob Amazon seine vollen Steuern hochhustet oder nicht.
    Die Abgabenberechnungen unseres Steuersystems sind genauso irrational und absurd wie das gesamte Fiat-Finanzwesen und der Bundeshaushalt. Hier wird das Geld zur strategischen Waffe des social engineering.
    Wir wissen doch, dass Konzerne durch diese Steuererleichterungen an Standorte gelockt werden. Arbeitsplätze und Bestechungsgelder beim Bau der Firmenzentralen oder Produktionsstätten sind die Gegenleistungen in diesem Schmierentheater.
    Unser Fokus sollte sich nicht auf diejenigen richten die Steuer n i c h t zahlen, sondern auf diejenigen, die sie bezahlen. Sollten wir diesem „stationären Banditen“ (Mancur Olson) noch mehr Mittel zu Verfügung stellen?

    1. Gerhard Mersmann Autor

      Ohne Disput herrscht Grabesruhe, daher ist Kritik immer willkommen. Meine Auffassung, dass Amazon und Co Steuern zahlen sollen, hat nichts mit Eifersucht zu tun, von mir aus können Menschen in Geld Baden, wenn sie das erfrischt. Ich halte es für erforderlich, dass der Staat Aufgaben übernimmt, die gesellschaftlich wichtig sind und die sich viele Menschen nicht leisten könnten, bestimmte den Preis der freie Markt. Diese Leistungen müssen finanziert werden. An dem Sachverhalt ändert eine schlechte Regierungsführung nichts.

      1. alphachamber

        Danke für Ihre Replik. Grundsatzfragen zu Steuern sind für uns: wieweit darf die „Fürsorgepflicht“ des Staates (sprich Entmündigung) gehen in einer „freien“ Gesellschaft. Dazu gehört eine Festlegung dieser „wichtigen Dinge, die sich viele Menschen nicht leisten können“.

        Eine schlechte Regierung ändert (uMn) an dem Sachverhalt in sofern einiges, soweit sie die enormen Steuergelder eben nicht für die Grundbedürfnisse ihrer Bürger ausgibt. Es gibt keine Engpässe weil nicht genug Gelder bereit sind, sondern weil sie zweckentfremdet werden.

      2. Gerhard Mersmann Autor

        Bei letzterem Stimme ich zu. Und beim Status quo ist leider zu verbuchen, dass einerseits öffentliche Gelder verbrannt werden, andererseits es an anderen, wichtigen Stellen fehlt. Wichtige Leistungen, die unabdingbar sind und nicht privatisiert werden sollten, sind m.E. Sicherheit, Bildung und Infrastruktur,über alles andere lässt ich reden. Und es hängt immer alles an der Qualität, sowohl bei der Politik als auch bei der Verwaltung. Grüße aus dem Eisschrank!

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